Was zeigen drei Jahre Meta-Werbung für die Personalsuche wirklich?

Drei Jahre eigene Meta-Kampagnen in Zahlen: Reichweite, Formularbesuche und wann Bewerbende wirklich einsenden, ohne Trendversprechen.

Von Nikolay Broeks, Development & SEOaktualisiert am

Zwischen dem 10. August 2023 und dem 31. August 2026 erzielte das eigene Meta-Werbekonto von SocialFind mit rund 400.000 Euro Kampagnenbudget 28,7 Millionen Anzeigen-Impressionen, eine geschätzte Reichweite von 3,7 Millionen Konten und 444.000 Besuche des Bewerbungsformulars. Über die eigenen Formulare gingen 24.316 Einsendungen ein, keine eindeutigen Personen und nicht den Anzeigen zugerechnet.

Wie groß ist die Reichweite von Meta-Anzeigen für Stellenanzeigen?

Die Zahlen stammen aus dem eigenen Werbekonto von SocialFind auf Meta und aus den eigenen Bewerbungsformularen, für den Zeitraum vom 10. August 2023 bis zum 31. August 2026. In dieser Zeit liefen in diesem Konto 195 Recruiting-Kampagnen (manuell als Recruiting-Kampagne eingestuft) für 65 Kunden mit mindestens einer Recruiting-Kampagne. Das gesamte Konto, interne und sonstige Kampagnen eingeschlossen, kam auf 28,7 Millionen Anzeigen-Impressionen und eine geschätzte Reichweite von 3,7 Millionen Konten. Diese Reichweite ist eine Schätzung von Meta selbst und zählt Konten, keine Personen: Ein Konto kann mehrfach vorkommen, etwa wenn jemand ein privates und ein berufliches Profil nutzt. Wie wir diese Werte definieren und abgrenzen, steht auf der Seite Messmethodik, den aktuellen Stand jeder Zahl finden Sie auf unserer Zahlenseite, die wir monatlich aktualisieren. Das Kampagnenbudget des gesamten Kontos lag in diesem Zeitraum bei rund 400.000 Euro; interne und sonstige Kampagnen sind in diesen Kontozahlen enthalten, aber nicht in den 195.

Wie viele Menschen kommen bis zum Bewerbungsformular?

Von den 3,7 Millionen erreichten Konten führte ein Teil zu einem Klick und von dort zu 444.000 Besuchen des Bewerbungsformulars. Ein Besuch zählt erst, wenn das Formular nach dem Klick vollständig geladen ist, das ist noch keine Bewerbung. Mitgezählt werden nur Anzeigen, die auf unser eigenes Bewerbungsformular verweisen; 1,7 Prozent der Besuche führten nachweislich woanders hin und bei 0,7 Prozent lässt sich das Ziel nicht mehr feststellen, beides zählt nicht mit. Diese Zahl ist zudem eine Untergrenze, denn der Messpixel sitzt nicht in jedem Formular, sodass ein Teil der echten Besuche gar nicht erfasst wird. Über denselben Zeitraum wurden über die eigenen Bewerbungsformulare von SocialFind insgesamt 24.316 Einsendungen abgeschlossen. Das sind Formulareinsendungen, keine eindeutigen Personen, und diese Zahl wird nicht den Meta-Anzeigen zugerechnet: Ein Formular wird auch über andere Kanäle erreicht, etwa eine Karriereseite oder eine Empfehlung, und die beiden Zahlen lassen sich ohne verlässliche Zuordnung nicht einfach verrechnen. Wie ein Bewerbungsformular in den gesamten Bewerbungsprozess eingebettet ist, beschreiben wir unter Bewerbungsfunnels.

Wie und wann bewerben sich Menschen über unsere Formulare?

Von den abgeschlossenen Einsendungen kommen 95 % über ein Mobilgerät, und 46 % direkt aus der Instagram-App, also über den Browser, der in dieser App steckt. Diese Anteile sind hoch, weil wir fast ausschließlich auf Facebook und Instagram werben und dieses Publikum am Handy sitzt; sie beschreiben also diesen Kanal und nicht Bewerbende im Allgemeinen. Die mediane Ausfülldauer eines Formulars liegt bei 32 Sekunden, wobei Ausreißer über zwei Stunden aus der Berechnung ausgeschlossen sind. Auch die Uhrzeit zeigt ein klares Muster: 31 % der Einsendungen gehen nach 18 Uhr ein, außerhalb der üblichen Bürozeiten. 26 % kommen am Wochenende herein, der Sonntag allein macht 14 % aller Einsendungen aus, ebenso viel wie ein gewöhnlicher Werktag. Für ein Recruiting-Team bedeutet das vor allem, dass ein Bewerbungsformular auch auf einem kleinen Bildschirm und außerhalb der Bürozeiten funktionieren muss, denn genau dort findet ein großer Teil der eigentlichen Bewerbung statt. Mehr über die Rolle von Meta-Kanälen innerhalb einer breiteren Strategie steht unter Social Recruiting und Job-Marketing.

Was fragen uns Arbeitgeber häufig zu diesen Meta-Zahlen?

Sind die 24.316 Einsendungen das Ergebnis der Meta-Anzeigen?

Nein, das lässt sich aus diesen Zahlen nicht ableiten. Die 24.316 Einsendungen sind Formulareinsendungen über die eigenen Bewerbungsformulare von SocialFind im selben Zeitraum, nicht eindeutige Personen und nicht den Anzeigen zugerechnet. Ein Bewerbungsformular wird auch über andere Wege erreicht, etwa eine Karriereseite, eine Empfehlung oder eine Suchmaschine. Diese Zahl ordnen wir keiner Anzeige zu; beide Zahlen stammen aus demselben Zeitraum, mehr nicht.

Was bedeutet die geschätzte Reichweite von 3,7 Millionen Konten genau?

Die Reichweite ist eine Schätzung von Meta selbst, keine Zählung von Personen. Meta schätzt, wie viele unterschiedliche Konten eine Anzeige mindestens einmal gesehen haben, innerhalb der technischen Grenzen der eigenen Messung. Ein Mensch kann mehrere Konten besitzen, etwa ein privates und ein berufliches Profil, oder ein Konto teilen. Die 28,7 Millionen Anzeigen-Impressionen liegen darüber, weil eine Anzeige demselben Konto mehrmals gezeigt werden kann. Beide Zahlen beschreiben also die Streuung der Kampagnen, nicht wie viele einzelne Menschen sie am Ende erreicht haben.

Warum ist die Zahl der Formularbesuche eine Untergrenze und keine exakte Zahl?

Ein Besuch des Bewerbungsformulars zählt, sobald das Formular nach einem Klick vollständig geladen ist, und nur bei Anzeigen, die auf unser eigenes Bewerbungsformular verweisen. Der Messpixel, der diesen Moment registriert, sitzt aber nicht in jedem einzelnen Formular. Jeder Besuch eines Formulars ohne Pixel fehlt in der Zählung, auch wenn er tatsächlich stattgefunden hat. Die 444.000 Besuche sind deshalb die untere Grenze der wirklichen Zahl, nicht ein exaktes Ergebnis, und sollten auch so gelesen werden.

SocialFind baut und betreut Meta-Kampagnen für Stellenanzeigen als Teil einer breiteren Recruiting-Strategie für Arbeitgeber. Wenn Sie solche Artikel per Mail lesen möchten, abonnieren Sie unseren Newsletter.

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